Brüchige Nägel und ihre Ursachen

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Brüchige Nägel und ihre Ursachen

Jeder hat sie und viele haben Probleme mit ihnen. Fingernägel sind in der Gesellschaft ein wichtiges Attribut und können viel über einen Menschen aussagen. Gerade Frauen legen viel Wert auf gepflegte Nägel und haben oft mit ihnen zu kämpfen, denn sie neigen schnell dazu brüchig zu werden.

Rund 20% der Bevölkerung hat Probleme mit den Nägeln

Betrachtet man sie unter einem Mikroskop sind Fingernägel mehrere Lagen aus verhornten Zellen. Sie wachsen in einer Woche 0,5 bis 1,2 Millimeter und haben einen Wasseranteil von 18 Prozent. Sinkt dieser Wasseranteil jedoch unter 16 Prozent fangen die Nägel an brüchig zu werden.

Da es aber bei rund 20 Prozent der Bevölkerung dazu kommt, ist dies kein Phänomen oder etwas wofür sich jemand schämen muss.

Generell ist die Beschaffenheit von Nägeln sehr unterschiedlich bei den Menschen: Es gibt sehr harte, besonders dicke, weiche, dünne spröde oder leicht splitternde Nägel. Die Qualität der Fingernägel ist oft erblich bedingt und zum Teil von äußerlichen Faktoren abhängig. Schließlich sind sie jeden Tag verschiedenen Bedingungen ausgesetzt.

Zwei Arten von Nagelbrüchigkeit

So unterscheiden Experten zwischen quer oder längs gesplitterten Nägeln. Bei den längs gesplitterten Nägeln handelt es sich um Onychorrhexis und bei den quer gesplitterten um Onychoschisis. In den meisten Fällen sind für diese Erscheinungen Seife und andere Präparate verantwortlich wie zum Beispiel Nagellackentferner.

Andere Ursachen können sein:

Vitaminmangel: Brüchige Nägel können auch durch einen Mangel an Vitamin B, Vitamin C, Biotin, Folsäure oder Cobolamin entstehen. Ein Überschuss an Vitamin A kann jedoch auch ein Auslöser sein.

Mineralstoffmangel: Auch ein Mangel an Kalzium kann ein Grund für brüchige Nägel sein, ebenso wie ein Eisenmangel.

Hautkrankheiten: In manchen Fällen können brüchige Nägel eine Begleiterscheinung einer Hauterkrankung darstellen, wie zum Beispiel bei einer Schuppenflechte oder Ekzemen.

Kranke Schilddrüse: Einen Einfluss auf das Wachstum der Nägel haben zudem noch unsere Körperhormone. So kann eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse die Brüchigkeit der Nägel erhöhen.

Rheumatoide Arthritis: Durch diese Krankheit kann es zu Wachstumsstörungen und kleinen Einblutungen der Nägel kommen.

Zytostatika: Durch Medikamente, die gegen Krebszellen eingesetzt werden, werden die Nägel nicht nur am Wachstum gehemmt. Auch die Wachstumszone der Nägel kann dadurch Schaden nehmen und zu brüchigen Nägeln führen.

Sollte ein Arzt konsultiert werden?

Ein Arzt muss in der Regel nicht hinzugezogen werden, wenn die Nägel anfangen brüchig zu werden. Jedoch kann ein Besuch nicht schaden, da der Arzt vielleicht Tipps zur Ernährung oder Pflegeprodukten geben kann, wodurch die brüchigen Nägel verschwinden können.

1 KOMMENTAR

  1. […] Brüchige Nägel können aber auch als Folge von Hautkrankheiten (z.B. Schuppenflechte, Knötchenflechte, Ekzemen oder Nagelpilz). Auch eine kranke Schilddrüse kann sich nachteilig auf die Nägel auswirken, da die Hormone des Körpers das Nagelwachstum beeinflussen. Dies kann sowohl bei Über- als auch bei Unterfunktion der Schilddrüse brüchige Nägel hervorrufen. Gerade wenn allgemeine Erschöpfung, Herzrasen, vermehrtes Schwitzen, Hauttrockenheit oder struppiges Haar auftreten, sollte man aufmerksam werden. Bei Rheumatoider Arthritis können brüchige oder glanzlose Nägel als Nebenerscheinung auftreten. Bei Zytostatika können durch die eingesetzten Medikamente, die das Wachstum von Krebszellen hemmen, vorübergehende Schäden an den Wachstumszonen der Nägel auftreten. Daraus können brüchige Nägel resultieren. […]

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